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Wohnbebauung Clouthquartier WA14

Realisierung

Ort: Köln (D)

Auftraggeber: moderne Stadt Köln

Ansprechpartner: Herr Thor

Planungszeitraum: 2015-2017

Architekt: Lorber+Paul Architekten BDA, Köln

Fotograf: Fotoatelier Holtschneider

Konzept

Das Konzept untergliedert die Freianlagen in halböffentliche und private Bereiche. Die Zugänge ins Quartier führen von Nordosten und Süden auf die halböffentliche Quartiersmitte, die als zentraler Treffpunkt dient und von denen wiederum Zugänge in die Treppenhäuser der Gebäude führen. Die zentrale, individuell gestaltete Quartiersmitte gliedert sich einen Quartiersgarten und in einen großen Spielbereich. So bietet sie zum einen ruhige Aufenthaltsmöglichkeiten in einer hofartigen Situation fernab des Straßenraums und zum anderen viel Platz für Groß und Klein zum spielen und bewegen. Im großen, gemeinschaftlichen Quartiershof werden Spielgeräte, Bänke, Mülleinhausungen, Tiefgarageneinfahrten, Hochbeete und verschiedene Pflanzungen verortet. Den Erdgeschosswohnungen werden private Gärten mit Rasenflächen, Terrassen und Heckeneinfassungen zugeordnet.

 

Gemeinschaftliche Freiflächen

Der Quartiersgarten ist Begegnungsraum des Quartiers und bietet verschiedene Aufenthaltsbereiche. Ein Hochbeet im Wechsel mit Stauden- und Gräserpflanzung, sowie Bänke gliedern die Fläche und bilden kleinteilige Räume innerhalb des Gartens. Die großen Spielflächen mit kleineren Spielgeräten und eine Sandkiste sorgen nicht nur bei den Kleinsten für Spaß. Ein kleiner Platz aus wassergebundener Wegedecke kann ebenfalls als Boulefläche genutzt werden und rundet die Spielmöglichkeit auch für Ältere ab. Pflanzungen aus Hecken, Stauden und Gräsern sowie einigen mehrstämmigen Großsträuchern sorgen für eine gartenartige Atmosphäre. Das Hochbeet und die freistehenden Bankelemente werden aus verzinktem Stahl, pulverbeschichtet (Farbton in Abstimmung mit der Fassade) hergestellt. Die gemeinschaftlichen Freiflächen erhalten einen Belag aus Betonplatten z. B. im Format 60x30 oder 40x20cm (Farbgebung in Abstimmung mit der Fassade). Die großen Spielflächen werden mit Rollrasen in Spielrasenqualität RSM 2.3 hergestellt und untergliedern sich in drei Spielbereich. Eine leichte Geländemodellierung zu einem Rasenhügel und einer Rasenmulde bieten zusätzlich Möglichkeit zum spielen, aber auch zum entspannen und „chillen“ im Freien. Die aufgehenden Entlüftungselemente der Tiefgarage werden mit einer Holzauflage bestückt und werden so gestalterisch und funktional optimal integriert.

 

Private Freiflächen

Die Freiflächen der Erdgeschosswohnungen sind durch Hecken, aus geschnittener Buche (Fagus sylvatica) zueinander, sowie von der gemeinschaftlichen Fläche abgegrenzt. In den Quartiersgärten werden niedrige Heckenblöcke aus horstig-wachsendem Baumbus (z. B. Fargesia murilae) integriert. Den Erdgeschosswohnungen sind Terrassen aus Betonplatten z. B. im Format 60x30cm (Farbgebung in Abstimmung mit der Fassade) zugeordnet. Der jeweilige Gartenraum wird mit Rasenflächen aus Rollrasen hergestellt. Die Gärten erhalten verzinkte, pulverbeschichtete Stahltore (Farbton in Abstimmung mit der Fassade) als Zugang zur Gemeinschaftlichen Freifläche.

 

Abfall

Die Mülltonnen werden in Stahl-Beton Standard-Konstruktionen eingehaust und an dem nordöstlichen und südlichen Zugang in die Quartiersgärten diskret in eine Heckenpackung intergriert.

Fahrradstellplätze

Den rückwärtigen Gebäudeeingängen sind Fahrradabstellmöglichkeiten zwischen den privaten Gärten zugeordnet. Weitere Fahrradstellplätze werden an einem kleinen zentralen Platz im Quartiersgarten verortet, sowie in der Tiefgarage in privaten Kellerabstell- und Sammelräumen nachgewiesen.

 

Traufstreifen

Entlang der rückwertigen, Garten-Gebäudeseite wird ein Traufstreifen aus Betonplatten z. B. im Format 30x30cm, in Anlehnung an die Terrassenbeläge der Privatgärten, (Farbgebung in Abstimmung mit der Fassade) vorgesehen. Vor den Terrassentüren der Privatgärten, sowie den Eingangstür werden Fassadenrinnen (z. B. Fa. Aco) angebracht.

 

Begrünung TG-Decke

Die Tiefgaragendecke wird mit einer Intensivbegrünung und einer Aufbauhöhe von min. 60cm oberhalb der Abdichtung versehen. Die Rasenflächen der Privatgärten werden mit einer Kantensteinrandeinfassung, unterflur, sowie durch die Heckenpflanzungen seitlich begrenzt und im gleichen Gefälle, wie die TG-Decke, angelegt. Ein Großteil der Tiefgaragendecke kann über die Tiefgaragenschulter frei in die angrenzenden Bodenschichten entwässern. Die restlichen Flächen der Tiefgaragendecke werden über Abläufe direkt in die Kanalisation entwässert. 

 

Bepflanzung

Die privaten Grünflächen werden mit Hecken aus Buche mit einer Pflanzhöhe von ca. 1,50m eingefasst. Innerhalb der Quartiersgärten gliedern Heckenblöcke aus Bambus in einer Pflanzhöhe von 1,0m die einzelnen Räume. In den gemeinschaftlichen Freiflächen, teilweise in Hochbeeten, werden mehrstämmige Großsträucher (z. B. Ahorn) mit einer Pflanzgröße 5x v. 8-10m hoch, 6-7m breit gepflanzt. In den großen Spielbereichen werden Solitärgehölze als Hochstamm platziert. Die restlichen Pflanzflächen erhalten eine Stauden- und Gräserpflanzung in einem gestalterisch anmutenden Wechsel.

 

Beleuchtung

Die Haupt- und Nebenweg samt der Eingänge des Wohngebäudes, sowie die Bereiche um die großen Spielflächen werden über Pollerleuchten mit einer Höhe von ca. 90cm (Farbton in Abstimmung mit der Fassade) beleuchtet.

 

Ausstattung

Im Quartiersgarten werden mehrere Bänke aus verzinktem Stahl mit Holzauflage vorgesehen. Zudem werden mehrere Mülleimer aus Stahl (Farbton in Abstimmung mit der Fassade) im Garten verortet. Die Be- und Entlüftung der TG wird seitlich entlang der TG-Kante durch Entlüftungsschächte erreicht. Diese werden mit Stahl-Gitterroste (RAL-Ton in Abstimmung mit der Fassade) versehen und als aufgehendes Bauteil, in Sitzhöhe, entlang der Zuwegung in die gemeinschaftliche Freifläche integriert.