Gymnasium Brügelmannstraße, Köln
| Ort: | Köln |
| Auftraggeber*innen: | Ulrich Beckmann Real Estate GmbH |
| Architektur: | Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR |
| Planungszeitraum: | 2021-2024 |
| Größe: | ca. 7500m² |
| Fotographie: | Fotoatelier Holtschneider, Lohmar |
KONZEPT
Die Freianlagen des Gymnasiums Köln-Deutz orientieren sich klar an der Kubatur des Neubaus. Ziel ist eine einheitliche Schullandschaft mit vielfältigen Aufenthalts-, Lern- und Bewegungsräumen. Unterschiedliche Atmosphären fördern modernes Lernen und Arbeiten. Durch den Einsatz ostasiatischer Materialien, Pflanzen und Gestaltungselemente entsteht ein besonderer Charakter, der den Außenanlagen eine eigene Identität verleiht.
RÄUMLICHE GLIEDERUNG
Die Außenbereiche gliedern sich in sechs verschiedene Aufenthaltsräume mit unterschiedlichen Funktionen.
Der Vorplatz dient als Adresse der Schule und Haupterschließung. Er öffnet sich großzügig und wird durch eine mehrstämmige Kiefer als markantes Gestaltungselement geprägt.
Der Schulhof Süd bildet mit vielfältigen Sport- und Bewegungsmöglichkeiten einen der beiden Hauptaufenthaltsbereiche. Basketballfeld, Calisthenicsanlage, Fitnessgeräte und Rasenflächen schaffen aktive Zonen, die von einem grünen Saum gefasst sind. Auch die Fahrradstellplätze befinden sich in diesem Bereich.
Der Schulhof West dagegen lädt stärker zum Sitzen und Verweilen ein. Bäume spenden Schatten, Sitzhochbeete, Quader und eine kleine Tribüne bieten Aufenthaltsqualität. Tischtennisplatten und Tischkicker ergänzen den Hof um spielerische Elemente.
Der Lesehof hebt sich durch seine ruhige, japanisch inspirierte Gestaltung ab. Kiesflächen, Sitzsteine und Zierkirschen schaffen einen Ort der Zurückgezogenheit, an dem Schülerinnen und Schüler lesen oder entspannen können.
Im Werkhof wird das japanische Thema durch Fächerahorne und Bambuspflanzungen aufgenommen. Der offen gestaltete Innenhof kann für Kunstunterricht im Freien oder als Ergänzung zu Veranstaltungen in der Aula genutzt werden.
Der Lehrerhof schließlich bietet einen geschützten Rückzugsort für das Kollegium. Eine Kiesfläche mit Bonsaibaum prägt die Atmosphäre dieses ruhigen Gartens.
AUSTATTUNG
Ein zentrales Gestaltungselement ist die „längste Bank von Kölle“, die sich in unterschiedlichen Höhen und Formen durch die Freianlagen zieht. Sie schafft Nischen, grenzt Bereiche ab und bietet vielfältige Sitzmöglichkeiten. Ergänzt wird sie durch Hochbeete mit Sitzauflagen, Holzquader sowie eine Tribüne, die auch als grünes Klassenzimmer genutzt werden kann. Im Lesehof fügen sich Findlinge in die Kiesflächen ein, während im Werkhof weitere Hochbeete und Quader Aufenthaltsqualität schaffen. Der Lehrerhof bleibt zurückhaltend und erhält lediglich ein einzelnes Sitzelement.
Die Beleuchtung erfolgt durch schlichte Mastleuchten, die auf Vorplatz und Schulhöfen für eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgen. In den Innenhöfen schaffen Bodeneinbauleuchten atmosphärische Akzente.