1/4 Noerdlich Heerstrasse

2/4 Noerdlich Heerstrasse

3/4 Noerdlich Heerstrasse

4/4 Noerdlich Heerstrasse

Noerdlich Heerstrasse

Werkstattverfahren

Ort: Bergheim

Preis: 2. Preis

Datum: 06-2012

Auslober: Stadt Bergheim in Zusammenarbeit mit RWE Power AG

Architekt: LK Architekten, Köln

Die besondere Lage des Neubaugebietes Heerstraße in Bergheim am Stadtrand zwischen Stadt und Landschaft bietet die Chance dem Gebiet eine eigene Identität mit besonderen Freiraumqualitäten zu geben. Die Verzahnung von Stadt und Landschaft wird im Nordosten am bewaldeten Wall durch einzelne Waldspielplätze und im Südosten an der Heerstraße durch mehrere, unterschiedliche gestaltete Quartiersplätze erreicht.

Die Waldspielplätze sind weitestgehend mit schattenspendenden Waldbäumen überstellt und erhalten unterschiedliche Themen wie z. B. Abenteuerspielplatz und Kletterwald. Die Spielplätze unterscheiden sich durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien wie z. B. Sand, Rindenmulch und Rasen sowie unterschiedlicher Spielelemente wie Baumhäuser, Kletterstangen, Holzspielgräte und Hängematten. Die Baumhaine der Spielplätze verzahnen sich mit dem bestehenden bewaldeten Wall und bilden zwischen der Bebauung und dem Wall offene Waldlichtungen, die als öffentliche Teilräume zusätzliche Aktivitäten wie Picknick, Sonnenbaden, Federball, u.v.m. zulassen. Der bestehende öffentliche Weg am Waldrand wird zu einem übergeordneten kombinierten Fuß- und Radweg ausgebaut. In Verlängerung der angrenzenden Straßen werden vernetzende Wege über den Wall angelegt und enden als Landschaftslogen mit einem beindruckenden Blick in die angrenzende Braunkohlelandschaft. Zwei dieser Wege in Verlängerung der Bethlehemer Straße und der Blumenstraße sollten als Brückenverbindung über die zukünftige Umgehungsstraße fortgeführt werden und die Verbindung in den ehemaligen Braunkohletagebau als attraktives Naherholungsgebiet schaffen. Eine weitere Verbindung in Verlängerung der Schulstraße sollte großzügig als Landschaftsbrücke ausgebaut werden. Diese Verbindung bildet den zentralen Verknüpfungsbereich von Stadt und Landschaft im neuen Wohngebiet.

Der zentrale Quartiersplatz verbindet das neue Quartier über die Heerstraße hinweg mit der Stadt. Eine Kita und ein kleines Nahversorgungszentrum schaffen ein wichtiges Ergänzungsangebot zur bestehenden Remigiusschule. Weitere urbane Quartierslätze bieten multifunktionale Freiraumangebote z. B. für Quartiersfeste, Flohmärkte, Boulespiel, Schachspiel, usw. Insbesondere entsteht im Umfeld des Funkturms im Südosten des neuen Gebietes der Quartiersplatz „Young Generation“. Chilloutlounge, Skaterpool, Kletterturm und Basketballplatz bieten attraktive Angebote für Jugendliche. Der bestehende Bolzplatz könnte in diesem Zusammenhang bestehen bleiben oder auf den Quartiersplatz „Young Generation“ im Südosten verlegt werden. Dieser Bereich erscheint uns im Zusammenhang mit der Lärmentwicklung als konfliktärmer. Alle Plätze erhalten raumbildende Baumpflanzungen mit Stadtbäumen wie Gleditschie, Zierkirsche oder Amberbaum.

Die beeindruckende Allee der Heerstraße wird vervollständigt. Der Belag der Quartiersplätze könnte verkehrsberuhigend über die Straße geführt werden. Dies hätte den Charakter von Zebrastreifen und würde die Geschwindigkeit auf der Straße mindern. Zudem sollte auf der Heerstraße Zone 30 eingerichtet werden, um die Gefahr von Unfällen auf der Straße zu minimieren.