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Schul- und Leistungssportzentrum
Berlin-Lichtenberg

Realisierungswettbewerb, 1. Preis

Ort: Berlin (D)

Preis: 1. Preis

Datum: 10-2008

Auslober: Stadt Berlin

Architekt: mvm architekt + starke architektur, Köln

Das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin ist Teil des Sportforums Hohenschönhausen. Als Berliner Olympiastützpunkt hat es überregionale Bedeutung für die Ausbildung künftiger Leistungssportler. Durch die Ganztagsbetreuung aller Altersstufen, die vorhandenen Wohnheime und Internate, hat das Schul- und Sportzentrum außerdem einen außerschulischen Anspruch zu erfüllen. Dies sollte sich vor allem in der Aufenthaltsqualität der Außenanlagen widerspiegeln.

Eine städtebauliche Verknüpfung ist durch das heterogene Umfeld nicht gegeben. Durch die direkten Nachbarschaften bestehend aus Kleingärten, Wohnbebauung und Friedhof entsteht eine inselartige Lage des Grundstückes, das lediglich über die Fritz– Lesch Straße an das südlich angrenzende Sportforum angebunden ist.
Die inselartige Lage bietet allerdings die Möglichkeit für das  Schul- und Leistungssportzentrum eine eigene Identität in Form eines Sportcampus als Teil des Sportforums Hohenschönhausen zu entwickeln.

Weite Rasen- und Sportflächen dominieren das Bild der Freianlagen. Der fragmentarisch vorhandene lockere Baumrahmen um das Gelände wird ergänzt und vervollständigt, um die räumliche Grenze des Sportcampus zu definieren. Ein Rundweg in Form eines modernen Trimm – Dich - Pfades unter diesem Baumrahmen dient den Sportlern als schattige Trainingsstrecke. Ein orthogonales Wegenetz mit punktuellen Sitzgelegenheiten basiert auf der städtebaulichen Anordnung der Gebäude und der Sportanlagen. Durch die Kombination von Rundweg und Wegenetz werden alle Einrichtungen optimal erschlossen.
Durch die kompakte Anordnung der Sporthallen, Sportfelder und des Schülergartens sowie der Arrondierung des Schulgebäudes, entsteht ein räumlich reizvoller Sportcampus mit einem zentralen Campusplatz als neue Mitte. Der neue Campusplatz liegt am Schnittpunkt der zentralen Einrichtungen des Campus zwischen den Sporthallen, der Bibliothek und der Mensa. Die räumliche Begrenzung des Platzes durch die Baukörper wird durch einen Baumhain auf der Ostseite des Platzes ergänzt. Dadurch entstehen unterschiedliche Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten auf dem Campusplatz. In der Unterrichtszeit dient der Platz zudem als ergänzende Schulhoffläche.
Durch die Schulerweiterung entsteht, ergänzend zu den kleineren vorhandenen Schulhöfen, eine neue große, räumlich abgeschlossene Schulhoffläche. Durch die Ergänzung der bestehenden Schule ergibt sich eine unterschiedliche Höhenlage des Schulhofes. Der östliche Teil des Schulhofes liegt auf dem Eingangsniveau der bestehenden Schule und des Haupteinganges. Er dient als Außenbestuhlungsfläche für die Mensa. Der größere westliche Teil des Schulhofes liegt ein Geschoss tiefer und wird über den Neubau sowie über eine Freitreppe am Verbindungsgang der Gebäudeteile erschlossen. Diese dient gleichzeitig als Tribüne um das Treiben auf dem Schulhof zu beobachten.
Der jetzige Haupteingang des Schul- und Sportzentrums an der Fritz – Lesch Straße wird beibehalten und aufgewertet. Ein großzügiger Vorplatz markiert in angemessener Weise den Haupteingang des neuen Sportcampus. Eine lange Sonnenbank auf den Vorplatz dient als Treffpunkt und markiert gleichzeitig die Grenze zum funktionalen Anlieferbereich der Schule. In diesem funktionalen Bereich zwischen dem Vorplatz und dem Campusplatz werden zudem die 7 Behindertenstellplätze und 114 Fahrradstellplätze verortet. Die Anlieferung und Zufahrt für PKW erfolgt wie bisher über die Einfahrt an der Fritz- Lesch Straße. Dadurch werden alle funktionalen Anforderungen an dieser Stelle gebündelt angeordnet.