1/3 Campus Bonn Endenich

2/3 Campus Bonn Endenich

3/3 Campus Bonn Endenich

Entwicklung des Campusgeländes Bonn-Endenich

Wettbewerb

Ort: Bonn (D)

Preis: 2.Preis

Datum: 06-2012

Auslober: BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Architekt: reicher haase associierte GmbH, Aachen

Um das Campusareal als Arbeits-, Lern- und Lebensort zu entwickeln und zu stärken ist eine klare und übersichtliche Strukturierung des Freiraums eine wichtige Voraussetzung. Ziel des Freiraumkonzeptes ist ein intelligenter Umgang mit den vorhandenen Grün- und Parkräumen, eine Anknüpfung an vorhandene Wegebeziehungen in die Umgebung und ihre Weiterentwicklung sowie die interne Verknüpfung der verschiedenen Institutsgebäude-Cluster untereinander.


Die vorhandene räumliche Teilung des Areals in einen oberen und unteren Bereich sowie die dort vorgefundenen Freiraumstrukturen wie landwirtschaftliche Felder, Wiesen- und Parkflächen werden aufgegriffen und konsequent neu geordnet:
Vom zusammenhängenden Baumbestand des ehemaligen Immenburgparks und des Areals „Auf dem Hügel“ ausgehend entsteht als Raumkante der „Waldpark“, in den das Naturdenkmal sowie einzelne Solitäre wie die KiTa und Studentenwohnheime integriert sind. Das Potenzial der offenen Wiesenflächen nördlich des Pfaffenweiherweges bis zur Autobahn wird zur Gestaltung eines Wiesen- Spiel- und Sportparks genutzt, der auch quartiersübergreifende Anziehungskraft ausüben soll. Die Naherholungsfunktion des landwirtschaftlich geprägten Meßdorfer Feldes bleibt erhalten und rückt durch die städtebaulichen Erweiterungsoptionen näher an den Campus heran.
Der Verlauf der natürlichen Hangkante entlang des Pfaffenweiherweges wird aufgegriffen und als durchgehende Wegeverbindung vom Hermann-Wandersleb-Ring zur Straße Am Probsthof ausgebildet. In seiner renaturierten Form begleitet und belebt der an die Oberfläche geholte Endenicher Bach den Weg und mündet in den neuen „Mensasee“, der zusammen mit der Seeterrasse die kommunikative Campus-Mitte bildet. Bis zur „welcome plaza“ des ParkCampus am Hermann-Wandersleb-Ring verwandelt sich der Bach in einzelne Wasserbecken, die im Wechsel mit Holzdecks und Pflanzbeeten die Mitte des Gründer- und Innovationszentrums betonen und als „Gärten der Zukunft“ Aufenthaltszonen und Begegnungsraum für Studierende und Institutsmitarbeiter bieten. Auch das unmittelbare Umfeld der anderen Instituts-Cluster erhält eine qualitätsvolle und nutzbare Platzgestaltung. Freiräume wie der „Garten der Elemente“ im Bereich des chemischen Instituts oder der Arzneigarten als Versuchsfläche und Aufenthaltsraum des Instituts für Pharmazie bieten kleine dezentrale Kommunikationsräume für Studenten, Dozenten und Besucher. Klare in Nordwest - Südost verlaufende Wegeachsen mit begleitenden Baumlinien verbinden die einzelnen Cluster miteinander, stärken die Sichtbeziehungen der Campusbereiche untereinander und verbessern die Wahrnehmbarkeit nach außen hin.