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Bürgerpark Köln-Kalk

Begrenzter Wettbewerb

Ort: Köln (D)

Datum: 03-2004

Auslober: Stadt Köln

Der neue Bürgerpark Kalk entsteht auf einem im Neuaufbau befindlichen altindustriellen Standort im Herzen des neuen städtebaulichen Entwicklungsgebietes „Ehemaliges CFK-Gelände“ in Köln.
Die Nachbarschaften des Parks sind sowohl städtebaulich, architektonisch als auch Funktional äußerst heterogen. Im Norden und Osten grenzt Wohnen in Form von Stadtvillen an den Park. Im Westen entsteht ein Urban Entertainment Center mit einem Hotel und im Süden begrenzt das Einkaufzentrum Köln Arkaden mit dem Motorenmuseum den Bürgerpark.

Konzept:
Die heterogene Umgebung führt zu drei städtebaulichen Gestaltungsgrundsätzen für den neuen Bürgerpark:
1. Die Stärkung der solitären Lage durch eine klare räumliche Fassung des Parks und damit eine selbstbewusste Darstellung als eigenständige Figur innerhalb des Quartiers.
2. Die Verknüpfung des Parks mit den anschließenden Wegeverbindungen und damit dessen Einbindung ins Quartier.
3. Die Anpassung der einzelnen Parkelemente an die unterschiedlichen Nutzungsansprüche der verschiedenen Parkseiten.

Entwurf:
Die räumliche Fassung des Bürgerparks wird mit Hilfe von einem Baumrahmen und der topographischen Überhöhung der, durch das Wegesystem entstehenden Pflanzflächen erreicht. Die blasenartige Überhöhung der Pflanzflächen um ca. 1,50 m gewährleistet sowohl den Lärmschutz von der Westtangente in den Park, als auch gegen den Spiellärm aus dem Inneren gegen die angrenzende Wohnbebauung. Die „Pflanzenblasen“ werden pflegearm mit Streifen aus unterschiedlichen bodendeckenden Pflanzen wie Efeu, Clematis, wilder Wein und Zwergbambus im Wechsel mit Rasenflächen bepflanzt, sodass sich ein abwechslungsreiches Bild durch die verschiedene Farbigkeit der Pflanzen ergibt. Kontrastierende Baumarten wie z. B. Birken und Kiefern oder Kirschen und Lärchen unterstützen den eigenen Charakter des Parks. Dieser „Green Belt“ bildet einen Filter zu den angrenzenden Straßen und der Bebauung und erzeugt gleichzeitig eine offene Parkmitte mit einer großen, multifunktionalen Rasenebene.
Das Wegesystem des Parks ergibt sich ausschließlich aus den umgebenden Wegeanschlüssen. Die diagonale Passage aus den Köln Arkaden spielt dabei eine besondere Rolle als Verknüpfung zwischen der Kalker Hauptstraße und dem Cologne Science Center sowie der neuen U-Bahn Station und ist daher mit einer Breite von 5 m deutlich als Hauptwegeverbindung gegenüber den sonstigen Wegen mit 3 m Breite gekennzeichnet. Die Wege werden aus hellem Drainasphalt erstellt. Sie stellen durch ihre Helligkeit einen Bezug zu einem der ehemalig auf dem Gelände erzeugten Hauptprodukte, dem Kalisalpeter her, welches hier in großen weißen Halden von der CFK hergestellt und gelagert wurde.
Die Ausstattung des Parks mit Bänken, Papierkörben und Leuchten beschränkt sich auf die Passagenfortführung und den Rundweg um die Rasenfläche und markiert damit die wichtigsten Wegeverbindungen und Kreuzungspunkte.
Die verschiedenen Funktionsbereiche Sport, Spiel und Erholung werden im gleichen Maße von vielen unterschiedlichen Nutzergruppen beansprucht. Durch die räumliche Verteilung der Angebote werden dadurch entstehende Konfliktpunkte entschärft. In die Pflanzenblasen werden mit Hilfe von Stahlwänden mehrere Flächen eingeschnitten. Den so entstehenden „Boxen“ werden die verschiedenen Nutzungen Sport, Spiel und Erholung zugeordnet. Sportbox, Gamebox, Greenbox, Flowerbox, Relaxbox, Beachbox und X-Box sind der Parkmitte zugewandte und nach Nutzergruppen getrennte Aufenthaltsbereiche, die zum einen geschützt vor Lärmbelästigungen sind und zum anderen wenig Lärm durch die topographische Abschirmung erzeugen. Die Einfassung der Boxen mit Stahlwänden stellt einen weiterer Bezug zum altindustriellen Standort und der ehemaligen Eisengießerei auf dem Gelände der späteren CFK her.