1/1 Neu- und Umgestaltung des Rheinboulevards Köln-Porz

Neu- und Umgestaltung des Rheinboulevards

VgV-Vergabeverfahren

Ort: Köln (D)

Preis: Zuschlag

Datum: 04-2021

Auslober: Stadt Köln

Das Projektgebiet liegt im grünen Naherholungsgebiet des Kölner Stadtteils Porz. Das Rheinufer, als durchgehender Flussufer-Grünzug, vernetzt sich durch die Neue Mitte Porz, die Porzer Fußgängerzone und dem neuen Rathauspark mit den benachbarten Freiraumsystem der Glashüttenstraße. Der Boulevard ist ein städtisch geprägter Uferraum, der sich durch seinen hohen Grünanteil in den Flussufer-Grünzug eingliedert.

Der Porzer Rheinboulevard bietet zudem eine fantastische Aussicht auf das gegenüberliegende Rheinufer samt Waldkulisse von Weiß. Das Projektgebiet ist aus dieser Sicht ökologisch und gesellschaftlich als Naherholungsgebiet ein wertvoller Trittstein im Porzer Freiraumsystem.

 

Mit einer direkten Anbindung an die Porzer Innenstadt und dem benachbarten Rathaus ist der Boulevard ein häufig besuchter Raum. Er lädt zum Verweilen und Spazieren ein und dient Radfahrern als Verbindung. Der Porzer Rheinboulevard ist der repräsentative Freiraum des Veedels und das grüne Pendant zum städtischen Raum.

 

ALLE WEGE FÜHREN ZUM RHEIN !

Die Betrachtung der Historie des Stadtteils gibt einen Denkanstoß für die gestalterische Herangehensweise und hilft dabei, den Ort zu verstehen. Das Friedrich-Ebert-Ufer wurde zu einer früheren Zeit vermutlich als Naturhafen genutzt. Einen Hinweis darauf gibt der Stadtgrundriss, viele Straßen führen zum Ufer. Der Name Porz stammt vermutlich aus dem lateinischen Porta (Tor) oder Portus (Hafen). Das Porzer Rheinufer war demnach für die Entwicklung der Stadt von ausschlaggebender Bedeutung und diese ist auch durch die nahe Anbindung an die Innenstadt und das historische Rathaus betont.

 

Der Rheinboulevard gewinnt durch nahe gelegene Qualitäten. Zum einen ist Wasser durch den Rhein und weitere Trittsteine innerhalb der Innenstadt ein vorherrschendes Thema des Ortes. Zum anderen prägen die historischen Anlagen wie das Rathaus und das Kriegerdenkmal den Charakter. Angrenzend zum Boulevard sind zwei Restaurants eingerichtet und bieten mit einer Außengastronomie den Blick auf den Rhein. Südlich des Boulevards grenzt der Spielplatz Bennauerstraße an und bietet Familien einen Ort für Spiel und Spaß.

 

KONZEPT und GESTALTERISCHE MASSNAHMEN

 

Das Lösungskonzept greift die historischen Bezüge des Ortes auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Gestaltung. Der Boulevard wird als Tor zum Rhein verstanden und erhält neue Achsen zwischen Stadt und Rhein. So erhält der Raum, neben seiner Nord-Süd Ausrichtung, markante Ost-West Verbindungen zum Rhein. Sie öffnen den Raum und bieten freie Sichtachsen auf den Naturraum.

Die Auftaktsituationen sowie der zentrale Platz werden als „Rheinbalkone“ betont. In Erweiterung der Balkone führen Stufenanlagen zum oberen Plateau des Friedrich-Ebert-Ufers und in den Hang eingelassene Sitzstufen bieten Verweilgelegenheiten mit tollem Ausblick.

Der Raum wird durch die Balkone aber auch die Versetzung der Böschung neu strukturiert und gegliedert. Dadurch enthält der Boulevard mehr Fläche und offene Räume. Die bestehenden Qualitäten werden modernisiert und erhalten eine zeitgemäße Ausstrahlung.

 

VERKEHRSSTRÖME

Das Plangebiet ist für Fuß- und Radfahrer beliebt. Der bestehende Fahrradschnellweg führt entlang des Rheinufers und durch den Porzer Rheinboulevard. Bisher entstehen häufiger Konfliktsituationen aufgrund der schmalen Verhältnisse.

Die Verkehrsströme werden nach dem Trennprinzip aufgeteilt. Der westliche Weg an der Kaimauer bleibt der Flanierweg für Fußgänger mit einer Breite von ca. 2m und lädt zu einem verträumten Wandeln am Rhein zwischen den neuen Rheinbalkonen ein. Der Weg für die schnelleren Verkehrsarten wie Fahrrad, Roller, etc. wird auf der östlichen Seite der Bestandsbäume angeordnet. Durch einen leichten Versatz der Böschung und die Fortführung der in Teilen vorhandenen kleinen Mauer, kann ein ca. 4m breiter Radweg angeboten werden. Auch die bestehende Rampe als Fahrradverbindung in die Bennauerstraße wird vom Prinzip beibehalten. Für Fußgänger wird eine neue barrierefreie Verbindung mit einer Steigung von ca. 3 % in der nördlichen Böschung vor dem Rathaus eingerichtet.

Durch einen neuen Oberflächenbelag aus wassergebundener Decke könnte der Boulevard unter der Kopflindenallee für Fußgänger nutzbarer gestaltet werden. Zusätzlich könnten einzelne kleine Spielelemente zwischen den Bäumen platziert werden. Der Boulevard wird durch kleine Maßnahmen modernisiert, nutzungsfreundlicher und bietet mehr Bewegungsraum.

 

MATERIAL und AUSSTATTUNG

Der gesamte Boulevard erhält in Anlehnung an den Deutzer Boulevard ein durchgehende Pflasterdecke aus Großformatplatten. Die Grünflächen unter den Bäumen werden mit einer wassergebundenen Wegedecke mehr Qualität bieten. Alternativ ist auch der Erhalt der Rasenflächen unter den Bäumen denkbar. Entlang dieser Fahrradachse werden schlichte Lichtstelen gesetzt und den Raum ausreichend ausleuchten. Das neue Geländer zum Rhein beleuchtet den Raum indirekt durch einen Lichtstrahl.

Die Rheinbalkone erhalten ein Ausstattungsthema. Auf den Balkonen laden mehrere „Sunset-Liegen“ mit Blick auf den Rhein zum Verweilen ein. Moderne Mastleuchtengruppen werden zusätzlich als Akzente dezentral auf den Rheinbalkonen platziert. Betonsitzstufen werden als Verlängerung der Balkone in den Hang eingelassen und ermöglichen einen anderen Blick über die Bäume auf den Rhein. Ein zentrales Wasserspiel auf dem Rheinbalkon am Anleger vor der denkmalgeschützten Treppenanlage wertet diesen Ort auf und verweist an dieser Stelle auf die besondere Verknüpfung mit der neuen Mitte Porz. Optional kann zudem an diesem Ort ein kleines Kaffee oder ein Kiosk mit Kartenverkauf angeordnet werden.

 

PROJEKTSPEZIFISCHE RISIKOEINSCHÄTZUNG

Das Projektgebiet liegt im Hochwassergebiet des Rheins, das obere Plateau bildet die Hochwassergrenze. Die Kaimauer und Böschung bilden einen ausreichenden Niveauunterschied. Die Einstufung als Hochwassergebiet wirkt sich auf die Materialwahl aus – die zu verwendenden Materialien und Ausstattungselemente werden aus robusten und witterungsresistenten Werkstoffen gewählt.

Das Projektgebiet liegt im grünen Naherholungsgebiet des Kölner Stadtteils Porz. Das Rheinufer, als durchgehender Flussufer-Grünzug, vernetzt sich durch die Neue Mitte Porz, die Porzer Fußgängerzone und dem neuen Rathauspark mit den benachbarten Freiraumsystem der Glashüttenstraße. Der Boulevard ist ein städtisch geprägter Uferraum, der sich durch seinen hohen Grünanteil in den Flussufer-Grünzug eingliedert.

Der Porzer Rheinboulevard bietet zudem eine fantastische Aussicht auf das gegenüberliegende Rheinufer samt Waldkulisse von Weiß. Das Projektgebiet ist aus dieser Sicht ökologisch und gesellschaftlich als Naherholungsgebiet ein wertvoller Trittstein im Porzer Freiraumsystem.

Mit einer direkten Anbindung an die Porzer Innenstadt und dem benachbarten Rathaus ist der Boulevard ein häufig besuchter Raum. Er lädt zum Verweilen und Spazieren ein und dient Radfahrern als Verbindung. Der Porzer Rheinboulevard ist der repräsentative Freiraum des Veedels und das grüne Pendant zum städtischen Raum.

ALLE WEGE FÜHREN ZUM RHEIN !

Die Betrachtung der Historie des Stadtteils gibt einen Denkanstoß für die gestalterische Herangehensweise und hilft dabei, den Ort zu verstehen. Das Friedrich-Ebert-Ufer wurde zu einer früheren Zeit vermutlich als Naturhafen genutzt. Einen Hinweis darauf gibt der Stadtgrundriss, viele Straßen führen zum Ufer. Der Name Porz stammt vermutlich aus dem lateinischen Porta (Tor) oder Portus (Hafen). Das Porzer Rheinufer war demnach für die Entwicklung der Stadt von ausschlaggebender Bedeutung und diese ist auch durch die nahe Anbindung an die Innenstadt und das historische Rathaus betont.

Der Rheinboulevard gewinnt durch nahe gelegene Qualitäten. Zum einen ist Wasser durch den Rhein und weitere Trittsteine innerhalb der Innenstadt ein vorherrschendes Thema des Ortes. Zum anderen prägen die historischen Anlagen wie das Rathaus und das Kriegerdenkmal den Charakter. Angrenzend zum Boulevard sind zwei Restaurants eingerichtet und bieten mit einer Außengastronomie den Blick auf den Rhein. Südlich des Boulevards grenzt der Spielplatz Bennauerstraße an und bietet Familien einen Ort für Spiel und Spaß.

 

KONZEPT und GESTALTERISCHE MASSNAHMEN

Das Lösungskonzept greift die historischen Bezüge des Ortes auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Gestaltung. Der Boulevard wird als Tor zum Rhein verstanden und erhält neue Achsen zwischen Stadt und Rhein. So erhält der Raum, neben seiner Nord-Süd Ausrichtung, markante Ost-West Verbindungen zum Rhein. Sie öffnen den Raum und bieten freie Sichtachsen auf den Naturraum.

Die Auftaktsituationen sowie der zentrale Platz werden als „Rheinbalkone“ betont. In Erweiterung der Balkone führen Stufenanlagen zum oberen Plateau des Friedrich-Ebert-Ufers und in den Hang eingelassene Sitzstufen bieten Verweilgelegenheiten mit tollem Ausblick.

Der Raum wird durch die Balkone aber auch die Versetzung der Böschung neu strukturiert und gegliedert. Dadurch enthält der Boulevard mehr Fläche und offene Räume. Die bestehenden Qualitäten werden modernisiert und erhalten eine zeitgemäße Ausstrahlung.

 

VERKEHRSSTRÖME

Das Plangebiet ist für Fuß- und Radfahrer beliebt. Der bestehende Fahrradschnellweg führt entlang des Rheinufers und durch den Porzer Rheinboulevard. Bisher entstehen häufiger Konfliktsituationen aufgrund der schmalen Verhältnisse.

Die Verkehrsströme werden nach dem Trennprinzip aufgeteilt. Der westliche Weg an der Kaimauer bleibt der Flanierweg für Fußgänger mit einer Breite von ca. 2m und lädt zu einem verträumten Wandeln am Rhein zwischen den neuen Rheinbalkonen ein. Der Weg für die schnelleren Verkehrsarten wie Fahrrad, Roller, etc. wird auf der östlichen Seite der Bestandsbäume angeordnet. Durch einen leichten Versatz der Böschung und die Fortführung der in Teilen vorhandenen kleinen Mauer, kann ein ca. 4m breiter Radweg angeboten werden. Auch die bestehende Rampe als Fahrradverbindung in die Bennauerstraße wird vom Prinzip beibehalten. Für Fußgänger wird eine neue barrierefreie Verbindung mit einer Steigung von ca. 3 % in der nördlichen Böschung vor dem Rathaus eingerichtet.

Durch einen neuen Oberflächenbelag aus wassergebundener Decke könnte der Boulevard unter der Kopflindenallee für Fußgänger nutzbarer gestaltet werden. Zusätzlich könnten einzelne kleine Spielelemente zwischen den Bäumen platziert werden. Der Boulevard wird durch kleine Maßnahmen modernisiert, nutzungsfreundlicher und bietet mehr Bewegungsraum.

 

MATERIAL und AUSSTATTUNG

Der gesamte Boulevard erhält in Anlehnung an den Deutzer Boulevard ein durchgehende Pflasterdecke aus Großformatplatten. Die Grünflächen unter den Bäumen werden mit einer wassergebundenen Wegedecke mehr Qualität bieten. Alternativ ist auch der Erhalt der Rasenflächen unter den Bäumen denkbar. Entlang dieser Fahrradachse werden schlichte Lichtstelen gesetzt und den Raum ausreichend ausleuchten. Das neue Geländer zum Rhein beleuchtet den Raum indirekt durch einen Lichtstrahl.

Die Rheinbalkone erhalten ein Ausstattungsthema. Auf den Balkonen laden mehrere „Sunset-Liegen“ mit Blick auf den Rhein zum Verweilen ein. Moderne Mastleuchtengruppen werden zusätzlich als Akzente dezentral auf den Rheinbalkonen platziert. Betonsitzstufen werden als Verlängerung der Balkone in den Hang eingelassen und ermöglichen einen anderen Blick über die Bäume auf den Rhein. Ein zentrales Wasserspiel auf dem Rheinbalkon am Anleger vor der denkmalgeschützten Treppenanlage wertet diesen Ort auf und verweist an dieser Stelle auf die besondere Verknüpfung mit der neuen Mitte Porz. Optional kann zudem an diesem Ort ein kleines Kaffee oder ein Kiosk mit Kartenverkauf angeordnet werden.

 

PROJEKTSPEZIFISCHE RISIKOEINSCHÄTZUNG

Das Projektgebiet liegt im Hochwassergebiet des Rheins, das obere Plateau bildet die Hochwassergrenze. Die Kaimauer und Böschung bilden einen ausreichenden Niveauunterschied. Die Einstufung als Hochwassergebiet wirkt sich auf die Materialwahl aus – die zu verwendenden Materialien und Ausstattungselemente werden aus robusten und witterungsresistenten Werkstoffen gewählt.