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"Zentraler Platz" in Leinefelde-Worbis

Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Ort: Leinenfelde-Worbis (D)

Preis: 2. Preis

Datum: 02-2014

Auslober: Stadt Leinenfelde-Wobis

Architekt: reicher haase ass. GmbH

Das Freiraumkonzept  ergänzt die bisher fehlende Verbindung der bestehenden bzw. in Entwicklung befindlichen  Grünen Achse Leinefelde.

Das übergeordnete verbindende Element der Grünen Achse Leinefelde besteht aus einer mit einer Baumallee überstellten Promenade. Entlang dieser werden die Menschen vom Bahnhof in das zukünftige Zentrum geleitet. Im südlichen Anschluss gelangt man über die Promenade in einen weitläufigen Park. Die subtile Führung wird durch die wechselseitige Anordnung der Allee unterstützt. Zudem wird das Thema der Stärkung der Raumkanten durch Baumpflanzungen aus dem freiraumplanerischen Masterplan aufgegriffen. Auf der einen Seite übernimmt die Allee die Funktion der Raumkante, auf der gegenüberliegenden Seite wird das Rückgrat der Grünen Achse Leinefelde durch im Raster gepflanzte Bäume gebildet, die sich zur Mitte hin auflockern. Entlang der Achse spannen sich zudem verschiedene Freiraumtypologien auf. Der zentrale Freiraum wird der neue Bürgerpark. Dieser nimmt den natürlichen Höhenunterschied von ca. 2m auf, indem Rasen- und Staudenstufen nach unten in den Park leiten. So entsteht an der westlichen Seite eine hohe Aufenthaltsqualität durch die Sitzstufen und die vorgelagerten mit Rahmen gefassten Rasen- und Wiesenflächen. Unterteilt werden die Rasenflächen von Wegen, die das Wohngebiet mit dem Rathaus verbinden und eine gewisse Durchlässigkeit schaffen. Auch die Baumreihen öffnen sich an wichtigen Dürchgängen, um somit die Transparenz zu gewährleisten. Das Nördliche Rasenkarree, angrenzend an das Rathaus, stellt einen ansprechenden Ort für die Würdigung der friedlichen Revolution von 1989 dar. 

Im Anschluss an die Seepromenade spannt sich im Norden der Seeplatz auf, der für von Norden kommende Fußgänger als Verteiler in das Zentrum dient. Er wird daher bewusst offen und steinern gehalten und nur mit einer Wasserschale akzentuiert. Die durchgängig gestaltete Platzfläche wird als „shared space“ angelegt und betont sowohl die Verknüpfungsfunktion als auch den Vorrang der Fußgänger vor Fahrzeugen. Im Süden bildet der Jahnplatz analog zum Seeplatz den Vermittler zwischen Bürgerpark und südlichem Park.

Der Marktplatz spannt sich in Zukunft zwischen der Festhalle und dem Neubau auf. Ein Plattenteppich akzentuiert den Raum. Ein Code aus Bänken und Außengastronomie und ein Wasserspiel aus Fontänen laden zum Verweilen ein. Zukünftig kann auf diesem Platz der Markt abgehalten werden. 

Parken und Verkehr werden soweit möglich am Rande der Freiräume, z.B. entlang der Straßen oder unterirdisch abgewickelt, so dass der Freiraum Raum für das öffentliche Leben bietet. 

Private Gärten und Gründächer auf den Dächern von Einzelhandel und Gewerbe senken den Abflussbeiwert und tragen zu einer effizienten Regenwasserbewirtschaftung bei.