1/3 Wohnsiedlung Ludlstrasse

2/3 Wohnsiedlung Ludlstrasse

3/3 Wohnsiedlung Ludlstrasse

Wohnsiedlung Ludlstraße

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb

Ort:München(D)

Preis:1. Preis

Datum:4-2013

Auslober:GEWOFAG Wohnen GmbH

Architekt:Lorber + Paul Architekten, Köln


Die entstehende neue Wohnsiedlung an der Ludlstraße in München wird von dem als Lärmschutz fungierenden Gebäuderahmen städtebaulich umschlossen. Dieser rahmt das Quartier, in welchem weitere Gebäudesolitäre in einer parkartigen Landschaft verstreut platziert sind, ein. Großflächige Gräserpflanzungen umfließen die Gebäudesolitäre. Die erschließenden Wohnwege schneiden sich durch das Gräsermeer,  parzellieren dieses in Flächen und öffnen sich vereinzelt zu kleinen Platzsituationen.  Die entstandenen Teilflächen bilden selektiv den Gebäuden zugeordnete private Grünflächen und öffentlich nutzbare Flächen, auf denen auch die Spielplatzflächen für Kleinkinder verortet werden. Im Süden gibt es sowohl westlich als auch östlich einen Auftaktplatz in das Gebiet. Der Ludlstraße anliegend bildet ein multifunktional nutzbarer Platz den Mittelpunkt des Quartiers. Hier können beispielsweise Kinderfeste der angrenzenden Einrichtungen oder ein Quartiersfest ausgerichtet werden.  Ein Großteil der Bestandsbäume bleibt erhalten. Zusätzlich werden neue Gehölze gesetzt. Das Gräsermeer wird dadurch von lockeren Gruppen hochstämmiger Bäume überstellt und es ergibt sich ein abwechslungsreiches und interessantes Schattenspiel. An den öffentlichen kleinen Plätzen werden jeweils sonnenausgerichtete, lange Sitzbänke aufgestellt, die zum Verweilen und zuschauen einladen. Im südlichen Bereich  entlang der Trambahntrasse gibt es lärmverträgliche Aktionsflächen für Jugendliche.

Die Fahrradstellplätze sind weitestgehend in den Gebäuden untergebracht. Jeweils an den Gebäudezugängen befinden sich zusätzliche Fahrradbügel für Besucher. Auf dem südwestlichen Platz wird unter dem vorhandenen Brückenbauwerk eine Radstation mit Bike-Sharing untergebracht.

Dort, wo eine verbreiterte Zufahrt zu den Gebäuden notwendig ist, gliedern sich Randstreifen aus Rasengittersteinen den Wegrändern an, so dass die befahrbare Breite funktional hergestellt wird, der Weg jedoch als Wohnweg nicht überdimensioniert erscheint. Dies gewährleistet auch die notwendigen Feuerwehr- und Rettungszufahrten.